Carl Michael Ziehrer
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Leben und Werk

Portrait von Carl Michael Ziehrer

Der Kapellmeister der "Deutschmeister", Schöpfer vieler Operetten und der letzte k. u. k. Hofballmusikdirektor, wurde am 2. Mai 1843 in Wien geboren und ist dort am 14. November 1922 verstorben. Ziehrer war Schüler von Simon Sechter. Seine ungefähr 600 Werke sind ein überaus bedeutungsvoller Beitrag zur Wiener Unterhaltungsmusik im Zeitalter des Walzers und der Operette.

Vor 1870 hatte Ziehrer bereits eine Zivilkapelle, wurde dann Militärkapellmeister, hatte zur Zeit der Wiener Weltausstellung 1873 neuerdings eine Zivilkapelle und übernahm dann wieder die Leitung einer Militärmusik. Der Durchbruch gelang Ziehrer mit der Übernahme als Leiter der Militärmusik des Wiener Hausregimentes, der "Hoch- und Deutschmeister" (1885-1893).

Ziehrer wurde zum Liebling des Wiener Publikums, eroberte aber auch mit der Wiener Musik und seinen "Deutschmeistern", freilich nicht den "echten", sondern einer Zivilkapelle in Uniform, aus Anlass der Weltausstellung 1893 in Chicago die Vereinigten Staaten von Amerika.

Diese grandiosen Erfolge in Amerika brachten aber auch für Ziehrer eine Weichenstellung. Wegen Urlaubsüberschreitung entzog man ihm die Leitung der Militärmusik und Ziehrer verlegte sich nun ganz auf das Komponieren und Musizieren. Noch vor der Jahrhundertwende wurde Ziehrers Musik fester Bestandteil der Operettenbühnen. Die Krönung brachte das Jahr 1907 mit der Ernennung zum Hofballmusikdirektor. Nach dem Ende der Monarchie verbrachte er die letzten Lebensjahre äußerst bescheiden und fast vergessen.

Ziehrer war nicht nur ein besonderer Meister der Tanzmusik und da wieder in erster Linie des Wiener Walzers, sondern auch ein Meister der Wiener Operette. Als erste Operette kam 1878 "König Jérôme" heraus. Leider ging beim Brand des Ringtheaters fast das gesamte Material verloren (1881). Seinem Regiment widmete Ziehrer die Operette "Ein Deutschmeister" (1888). Bis heute bekannt geblieben ist "Die Landstreicher". Diese Operette wurde 1899 im Sommertheater "Venedig in Wien" uraufgeführt. Auch die Operette "Die drei Wünsche" (1901) war einst ein viel gespieltes Werk des Komponisten. 1902 kam im Theater an der Wien eine neue Meisteroperette Ziehrers heraus. Auch sie beherrscht heute noch die Operettenbühne. Beliebt war auch "Der Schätzmeister" (1904) und die Ouvertüre von "Fesche Geister" wird immer wieder gerne musiziert. Übrigens auch bei Ziehrer gibt es Operetten, welche nach seinem Tode aus seinen Melodien zusammengestellt wurden, beispielsweise "Die verliebte Eskadron" (1930) und eine Neubearbeitung des "Fremdenführers" (1942).