Carl Michael Ziehrer
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Stipendium

Die Carl Michael Ziehrer-Stiftung

 

Dr. Werner Mäntler Prof. Mag. Hans Schadenbauer

Die 1935 gegründetete Carl Michael Ziehrer-Stiftung hat die Unterstützung bedürftiger Musiker und Komponisten zum Stiftungszweck. Die Mitglieder des aktuellen Kuratoriums sind Dr. Werner Mäntler (Bild links), Dr. Michael Mäntler (Bild mitte) und Prof. Mag. Hans Schadenbauer (Bild rechts).

Als Carl Michael Ziehrer am 14. November 1922 in seinem Heim in 1030 Wien, Erdbergstraße 1, für immer die Augen schließt, hat Wien den letzten Hofballmusikdirektor, den letzten Walzerkönig verloren. Er beendet sein Leben, nachdem er sein ganzes Vermögen im Ersten Weltkrieg verloren hat, verarmt. Seine Musik ist nach dem Zusammenbruch der Monarchie scheinbar vergessen. Er selbst glaubt unerschütterlich daran, dass die Wiener Musik nicht tot ist und dass sich künftige Generationen daran wieder erfreuen werden. Er regt seine Frau Marianne an, zukünftige Einspielergebnisse aus seiner Musik bedürftigen Musikern und Komponisten zukommen zu lassen, dies eingedenk seines eigenen schweren Schicksals.

Marianne Ziehrer verfügt schon in den Jahren 1927 und 1928, dass aus dem Nachlassvermögen eine Stiftung errichtet werden solle. Alle Nachlassaktiven und die in Zukunft eingehenden Tantiemen von Werken des Meisters sollen zusammengefasst und aus den Erträgnissen dieses Vermögens bedürftige Musiker und Komponisten unterstützt werden. Die entsprechende Förderung und Propagierung der Werke des Meisters habe aus den Mitteln einer Stiftung zu erfolgen. Gemäß diesen letzten Anordnungen schuf der erste Verwalter der Carl Michael Ziehrer-Stiftung, Dr. Viktor Söllner, einen Stiftbrief, der im Jahre 1935 in Kraft trat. Die Carl Michael Ziehrer-Stiftung wurde damit formell Erbe und Rechtsnachfolger Carl Michael Ziehrers.

Dem verdienstvollen Wirken Dr. Viktor Söllners ist es zu verdanken, dass, ausgehend von kleinen Anfängen, schon nach relativ kurzer Zeit gute Erfolge erzielt werden konnten. Diese Bemühungen wurden jedoch durch die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges zunichte gemacht. Das gesamte Stiftungsvermögen ging bei Kriegsende verloren.

Nach 1945 baute Dr. Viktor Söllner die Carl Michael Ziehrer-Stiftung wieder auf. Als er im Jahre 1952 verstarb, hinterließ er seinem Nachfolger, Rechtsanwalt Dr. Werner Mäntler, ein Vermögen, auf dem dieser aufbauen und das er im Sinne Carl Michael Ziehrers, der Stifterin und des ersten Stiftungsverwalters weiterführen konnte. Seit nunmehr über 50 Jahren leitet Herr Dr. Werner Mäntler die Carl Michael Ziehrer-Stiftung. Nachdem es schon im Jahr 1960 gelungen war, von der Stadt Wien einen würdigen Platz für ein Ziehrer-Denkmal im Prater in der Hauptallee zu erlangen, konnte im Oktober 1960 die Enthüllung des durch die CMZ-Stiftung errichteten Ziehrer-Denkmals und die Übernahme in die Obhut der Stadt Wien erfolgen.

Im Jahre 1976 wurde mit Genehmigung der Wiener Landesregierung als Stiftungsaufsichtsbehörde eine zeitgemäße Stiftungssatzung erlassen, welche es der CMZ-Stiftung ermöglicht, aus dem Vermögen der Stiftung nicht nur bedürftige Musiker und Komponisten finanziell zu unterstützen, sondern auch Stipendien an Studierende in allen österreichischen Musiklehranstalten zu vergeben. Schon im Jahre 1960 wurde eine eigene Carl Michael Ziehrer Musik, Produktionsgesellschaft m. b. H. zur Produktion und Vermarktung von Tonträgern mit Werken Ziehrers gegründet. Dem Stiftungszweck der wirksamen und zeitgemäßen Pflege und Verbreitung der Werke Carl Michael Ziehrers folgend, werden laufend Konzerte im In- und Ausland veranstaltet, welche großteils durch die Rundfunkanstalten des In- und Auslandes aufgenommen und ausgestrahlt werden, so dass die Gewähr für eine möglichst weite Verbreitung der Ziehrer-Werke gegeben ist.

Dank der freundschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Militärkommando Wien und der Garde finden alljährlich im Arkadenhof des Wiener Rathauses Militärkonzerte statt, welche Ziehrer als hervorragenden Repräsentanten der österreichischen Militärmusik immer wieder in das Licht der Öffentlichkeit rücken.

Die urheberrechtliche Schutzfrist ist 70 Jahre nach dem Ableben Ziehrers im Jahre 1992 abgelaufen. Damit finden die Aktivitäten der CMZ-Stiftung aber nicht ihr Ende. Es wird nunmehr auch verlegerische Tätigkeit in Bezug auf das Ziehrer-Werk insofern entfaltet, als ausgewählte Ziehrer-Titel durch Neubearbeitungen aufgefrischt, neu in Druck gelegt und veröffentlicht werden. Die urheberrechtlichen Einkünfte gewähren Einnahmen für mildtätige und gemeinnützige Zwecke.